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...meine ganz privaten Anmerkungen zu dem ganz normalen Wahnsinn in diesem Land !
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:: Dienstag, Februar 24, 2004 ::

...politics: Schwachsinn in Dosen
Ich hätte da mal eine Frage an alle Freunde des Dosenpfandes: gerade eben kaufte jemand direkt vor mir bei Spar eine riesige Palette mit Kaffeemilch - wohl gemerkt in Einwegdosen !! Und wieviel Dosenpfand fiel dafür an ? Exakt: Nullkommanix !

Kann man das irgendwie verstehen ? Oder stellt man die Sinnfrage hier besser nicht ??
:: Bjoern @ 12:35 | Link ::

:: Mittwoch, Februar 18, 2004 ::
...USA: Dubya sagt, wie es ist !
Reden von Politikern sind uninteressant, weil sowieso alles gelogen ist ? Na gut, das mag schon mal vorkommen. Aber ganz sicher nicht bei diesem Politiker und dieser Rede...

State of The Union...

Der Clip ist zwar inzwischen schon ein Jahr alt, hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Wird er wohl auch nicht so schnell... jedenfalls nicht vor den Wahlen im November... aber hoffentlich danach...
:: Bjoern @ 12:49 | Link ::

...politics: Aus die Maut - Bye, Bye Toll Collect
Ende gut, alles gut ? Tja, schön wär's ! Aber irgendwie hat es in Sachen Troll Collect nun doch nicht zum Happy End gereicht.

Gern hätte die Elite deutscher Grosskonzerne noch ein bisschen an ihrem schrottigen System rumgeschraubt. Aber inzwischen hat sogar Minister Manne die Nase voll. Und so bekommt nun vermutlich der Steuerzahler die bittere Rechnung präsentiert - natürlich, wie das so üblich ist, mit einem Ausdruck tiefsten Bedauerns.

Gross was neues schreiben, braucht man zu diesem Thema allerdings wohl nicht: die seltsamen Dinge, die während der Ausschreibung passiert sind, die dusseligen Juristen auf Regierungsseite und die einfache Lösung aus dem Dilemma - all das ist eigentlich schon hinreichend erwähnt worden. Naja, zumindest eine Menge Fragen diesbezüglich. Ob wir irgendwann auch noch Antworten dazu bekommen ? Wer weiss !?

Aber wer jetzt glaubt, die ganze Sache wäre so traurig, dass wir nichts mehr zu lachen hätten, der kennt dieses vertrauliche Video noch nicht !! Es zeigt Minister Stolpe beim Ausprobieren eines revolutionären Maut-Systems für Fussgänger - zur Zeit aber noch streng geheim...

Kaputt...

...aua ! ;-)
:: Bjoern @ 10:02 | Link ::

:: Montag, Februar 16, 2004 ::
...politics: Dosenmaut auf dem Vormarsch
Wieso Dosenpfand ein grosser Schwachsinn ist, hatte ich ja schon öfter geschrieben. Aber das eine Vorschrift unsinnig ist, heisst natürlich nicht, dass sie sich nicht weiter ausbreiten kann (AP-Meldung von heute):
In Deutschland droht einem Zeitungsbericht zufolge Ende des Jahres eine Pfandpflicht auf Saft in Flaschen und Tetra-Paks. Die «Rheinische Post» (Montagausgabe) zitierte einen Sprecher des Bundesumweltministeriums mit den Worten: «Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es in diesem Jahr den Saft erwischen, eventuell auch den Wein». Grund ist demnach, dass für diese Getränke die Mehrwegquote gesunken ist.
Dabei fällt mir etwas ein: Ziel von Verpackungsverordnung und Dosenpfand ist es ja eigentlich, die Mehrwegquote zu steigern. Hat irgendjemand mal irgendwo gelesen, ob das im letzten Jahr gelungen ist ? Und zwar so sehr, dass dieser ganze Aufwand sich wirklich gelohnt hätte ??

Aber vermutlich spielt das inzwischen gar keine Rolle mehr, denn wie heisst es doch so schön:
"Deutsch sein heisst, die Dinge ihrer selbst willen zu tun"

:: Bjoern @ 10:20 | Link ::

:: Freitag, Februar 13, 2004 ::
...politics: Fakten, Fakten, Fakten - am Beispiel amerikanische Verhältnisse
Nach den turbulenten ersten Wochen dieses Jahres scheint gerade irgendwie ein bisschen Ruhe eingekehrt zu sein. Grosse Reformen sind fürs erste vertagt und rausgemobbt werden muss anscheinend auch gerade niemand.

Vielleicht ein guter Zeitpunkt, um sich mal wieder ein wenig mit Realitäten und Fakten zu beschäftigen, z.B. zum Thema die bösen, bösen "amerikanischen Verhältnisse" !?

Wenn deutsche Politiker mal so richtig den Teufel an die Wand malen wollen, dann prophezeien sie das Heraufziehen amerikanischer Verhältnisse und jeder antwortet darauf sofort reflexartig, dass man dies nun ganz sicher nicht wolle. Aber weiss von denen eigentlich jemand, was genau amerikanischer Verhältnisse sind ?

Vor einiger Zeit hatte die Wirtschaftswoche in einem sehr ausführlichen und lesenswerten Artikel einmal objektiv amerikanische mit deutschen Verhältnissen verglichen und kam dabei zu ganz erstaunlichen Ergebnissen. Hier einige der wichtigsten Erkenntnisse im Schnelldurchlauf:

1. USA - das Land wo Hire and Fire wüten...
  • Das Risiko für einen amerikanischen Arbeitnehmer, binnen 3 Jahren seinen Job zu verlieren, beträgt kaum mehr als 10%.
  • Nur jeder 8. amerikanische Arbeitslose benötigte im Rezessionsjahr 2001 länger als 6 Monate, um einen neuen Job zu finden.
  • In Deutschland hingegen waren selbst im Boomjahr 2000 zwei Drittel der Arbeitslosen länger als ein halbes Jahr auf der Suche.
In den USA verliert man zwar schnell seine Arbeit, findet dafür aber auch recht fix wieder neue. In Deutschland hingegen ist man recht gut vor Kündigung geschützt, wenn es einen aber trifft, dann dauert es ewig, bis man einen neuen Job findet. Viele schleppen sich da lieber direkt über die Arbeitslosenhilfe in die Rente...

2. Nur durch Arbeitszeitverkürzung entstehen neue Arbeitsplätze...
  • Die Produktivität je Erwerbstätigenstunde wächst in Amerika nun schon im achten Jahr in Folge stärker als in Deutschland
  • Obwohl die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der Amerikaner seit 25 Jahren so gut wie unverändert ist, sind in diesem Zeitraum netto rund 40 Millionen Arbeitsplätze entstanden.
  • Hätte die Beschäftigung in Deutschland zwischen 1991 und 2002 mit gleich hohen Zuwachsraten zugenommen wie in den USA, würde es heute zusätzliche Jobs für 7,6 Millionen Deutsche geben.
Der DGB erzählt uns seit Jahrzehnten, dass die Arbeit immer weniger wird und sie deshalb anders verteilt werden muss. Ihr Rezept: wenn alle weniger arbeiten (bei gleichem Lohn, versteht sich), entstehen wie von Zauberhand neue Arbeitsplätze. Das Ergebnis: statt 7,6 Millionen neuer Jobs gibt es bald 5 Millionen Arbeitslose...

3. Neue Jobs gibt es in den USA nur bei McDonalds an der Fritteuse...
  • In Positionen, die typischerweise im unteren Einkommensdrittel angesiedelt sind, ist die Beschäftigung in den USA zwischen 1989 und 2000 um 17 Prozent gestiegen.
  • Weit stärker, nämlich um 28 Prozent, hat die Beschäftigung im obersten Einkommensdrittel zugenommen.
  • Von den netto 17,3 Millionen Arbeitsplätzen, die von 1989 bis 2000 entstanden, entfielen 10,2 Millionen – also fast 60 Prozent – auf derartige „Teuer-Jobs“.
Am Ende des Booms der Neunziger Jahre hatten die USA so wieder eine echte Phase der Vollbeschäftigung in allen Bereichen erreicht. Zur gleichen Zeit freuten wir uns schon darüber, dass bei uns die Arbeitslosigkeit wenigstens nicht weiter anstieg. Vollbeschäftigung ? Geht doch gar nicht ! Oder doch ?

4. Trotzdem brauchen die Amis aber 2 oder 3 Jobs, um über die Runden zu kommen...
  • Im Jahr 2002 hatten nicht mehr als 5,3 Prozent der amerikanischen Erwerbstätigen zwei oder mehr Jobs.
  • In Deutschland lag dieser Anteil der amtlichen Statistik zufolge zwar mit 1,9 Prozent deutlich niedriger – nur arbeiten hier mehr Menschen schwarz.
  • Denn die deutsche Schattenwirtschaft ist nach Berechnungen des Linzer Ökonomen Friedrich Schneider mit gut 16 Prozent der offiziell ausgewiesenen Wirtschaftsleistung fast doppelt so groß wie in den USA.
Während also in den USA so mancher einen zweiten, allerdings legalen Job braucht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, schicken wir viele in die Illegalität, um über die Runden zu kommen. Was ist besser ? Bekämpft man dann allein die Schwarzarbeit, ohne vorher die Probleme, die zur Schwarzarbeit geführt haben, zu lösen, nimmt man diesen Leuten am Ende vermutlich jede Möglichkeit ohne Geld vom Staat zu existieren... Ist das sozialer ??

5. Aber wir haben das bessere Bildungssystem und ein Studium können sich drüben nur die Reichen leisten...
  • Der Anteil der 25- bis 64-Jährigen, die eine akademische Ausbildung vorweisen können, liegt in den USA um gut 60 Prozent höher als in Deutschland.
  • In Deutschland haben sich die Sozialdemokraten das vermeintlich ehrgeizige Ziel gesetzt, die Studierendenquote je Jahrgang von 35 auf 40 Prozent zu erhöhen.
  • Der Anteil der High-School-Absolventen, die aufs College wechseln, erreicht in Amerika mehr als 65 Prozent. Selbst beim einkommensschwächsten Fünftel der Familien liegt die Quote bei 44 Prozent.
Wenn dann auch noch die Bundesbildungsministerin den geforderten Wettbewerb zwischen Hochschulen mit einem Preisausschreiben verwechselt (Hauptgewinn: 5 x Eliteuni - sowie diverse Trostpreise), kann man sich leicht vorstellen, dass es neben der quantitativen auch eine qualitative Lücke gibt. Wann wird die geschlossen ? Vielleicht kurz nachdem eine der nächsten PISA-Studien deutsche Schulen wieder vor amerikanischen High-Schools sieht ??


Natürlich liegt in den USA auch so einiges im Argen. Aber vieles von dem, was hierzulande sehr lange, sehr viel besser war, ist inzwischen dabei sehr viel schlechter zu werden.

Gleichzeitig sind viele unserer Politiker so sehr damit beschäftigt, sich über amerikanische Verhältnisse aufzuregen, dass ihnen anscheinend kaum Zeit bleibt, die Realitäten so zu sehen, wie sie sind... Schade eigentlich...
:: Bjoern @ 12:54 | Link ::

:: Dienstag, Februar 10, 2004 ::
...politics: Über Münti, Schröder und die anderen kleinen Leute
Au Backe, da ist man mal ein paar Tage weg und plötzlich passiert so was: Schröder verabschiedet sich von der SPD - aber natürlich nur vom Partei-Vorsitz ! Jedenfalls fürs Erste !? Und genauso wie Öko-Steuer, Dosenmaut und Praxisgebühr wird uns auch dies als absolut grandiose Sache verkauft...

Die Genossen haben nämlich mal die Köpfe zusammengesteckt und sich mit der Frage beschäftigt, warum ihre Chancen bei den 14 Wahlen in diesem Jahr ein wenig unglücklich ausschauen. Ergebnis: das chaotisch hilflose Rumgeiere der letzten Monate ist im Grunde eine Superpolitik. Allerdings gibt es da "Vermittlungsprobleme", weil der Gerd so viel zu tun hat und seinen Genossen nicht alles in Ruhe erklären kann - geschweige denn uns einfachen "Menschen auf der Strasse" !

Jetzt einfach nur einen PR-Berater zu engagieren war zu wenig und auch etwas riskant, wie man bei Scharping und Gerster gesehen hat. Also lieber einen klaren Schnitt: Gerd raus, Münti rein - und fertig !

Ist das jetzt ein genialer Schachzug oder der Anfang vom Ende für die Ära Schröder (falls es die je gegeben haben sollte) ? Keine Ahnung, aber das Ganze kann doch eigentlich kein gutes Ende nehmen, oder ?

Denn wieviel Autorität ist jemandem geblieben, der nicht einmal mehr in seiner eigenen Partei genug Unterstützung findet ? In einer solchen Situation dann auch noch kampflos wichtige Machtpositionen zu räumen, ist ein klares Zeichen an alle Gegner, dass die Zeit jetzt reif ist für einen Angriff.

Und so werden sich in den nächsten Wochen wohl die "Weltverbesserer" und "kleine-Leute-Anwälte" der SPD-Linken "ihre" Partei zurückholen. Das nächste Opfer dürfte dabei wohl Superminister Wolfgang sein, über denn man heute schon überall lesen kann, dass er auch gehen "möchte" !? Ob er das wohl selbst schon wusste ? Oder macht da einer den Gerster mit ihm ?? Egal...

Bei all dem wird es auch keine Rolle mehr spielen, wie loyal Müntefering gegenüber Gerd & Co. ist. Denn der ist nun mal nicht die visionäre, starke Führungspersönlichkeit, die jetzt nötig wäre. Sicher, er kann als Herr über Listenplätze parteiinterne Kritiker auf Linie zwingen, aber dafür sorgen, dass mit durchdachten Konzepten das Land aus der Krise geführt wird, kann er nicht.

Denn im Grunde ist Münti auch nur einer von den kleinen Leuten, denen die Bild-Zeitung seit Monaten klar macht, dass sie die Verlierer aller Reformen sind - sozusagen ein perfekter Vertreter der Anti-Elite, die uns seit über 20 Jahren regiert.

Unter ihm wird die SPD vermutlich wieder beginnen, dem kleinen Mann vermeintlich "Gutes" zu tun und die Diskussionen der letzten Tage zeigen, was da bald alles auf den Gabentisch kommt: z.B. eine Ausbildungsplatzabgabe, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine saftige Erhöhung der Erbschaftssteuer - aber natürlich nicht für Oma ihr klein Häuschen, versteht sich !!

Nach dem Chaos der letzten Jahre, wird es dann endlich wieder eine klare Richtung geben: der starke Staat löst für den kleinen Mann alle Probleme und das Geld dafür holt er sich vom grossen Mann ! So einfach ist das !?

Auch wenn das jetzt kurzfristig die Umfragen etwas anhübscht, ist es langfristig der sicherste Weg, um die Partei endgültig in den Abgrund zu steuern...

...die Frage ist nur, ob die den Rest von uns auf diese Reise mitnehmen !? Ich jedenfalls könnte prima darauf verzichten !!
:: Bjoern @ 11:58 | Link ::

:: Freitag, Februar 06, 2004 ::
...politics: Stühlerücken in Nürnberg
Aufgrund der anderen Personalie, die gerade alle Medien dominiert, hat vermutlich kaum jemand mitbekommen, dass ein Nachfolger für Herrn Gerster gefunden ist.

Frank-Jürgen Weise, bis vor kurzem Gersters Stellvertreter, wird neuer BA-Chef. Das Erfolgsduo Engeln-Kefer und Clever präsentierte ihn heute der nicht mehr ganz so interessierten Öffentlichkeit.

Die Tatsache, dass alle fragwürdigen Verträge, die Gerster den Job kosteten, eigentlich in Weises Aufgabenbereich fielen, scheint für die beiden dabei seltsamerweise kein Problem darzustellen. Auch die Gerüchte um seine Rolle beim Sturz Gersters, die letzte Woche mal kurz hoch köchelten, sind inzwischen wieder verschwunden.

Das alles kann sich natürlich noch als sehr praktisch erweisen, falls Engeln-Kefer und Clever in den kommenden Monaten mal wieder das Vertrauen in ihren Vorstand verlieren sollten.

Auf jeden Fall bin ich sehr gespannt, ob es auch in Zukunft noch die Dinge geben wird, die den Mitgliedern im Verwaltungsrat bisher nicht so sonderlich gut gefallen haben dürften, wie z.B. die drastischen Kürzungen im Bereich Aus- und Weiterbildung.

Wer weiss... vielleicht hält ja der neue Mann nach den Erfahrungen seines Vorgängers hier ein etwas "behutsameres Vorgehen" für ratsam - sozusagen als eine Art vertrauensbildende Massnahme !? ;-)
:: Bjoern @ 22:13 | Link ::

...politics: Beratermund tut Wahrheit kund !?
Gestern bei Dilbert entdeckt:

Dogbert Consulting

Ob es da irgendwelche Bezüge zu aktuellen Ereignisse gibt ? ;-)
:: Bjoern @ 11:04 | Link ::

:: Montag, Februar 02, 2004 ::
...politics: Wir haben fertig !!
Das war ja mal wieder eine prima Schlagzeile am Wochenende. Schröder, Münti und ihr General haben sich anscheinend die aktuellen Zahlen angeschaut und sind danach zu einem eindeutigen Schluss gekommen. Und auch wenn man sich inzwischen wieder fürchterlich missverstanden fühlt, die Worte waren recht unmissverständlich gewählt (Berliner Zeitung):
Scholz: Das Nötige ist getan
SPD-Generalsekretär Olaf Scholz sieht vorerst keinen Bedarf für weitere Sozialreformen. "Wir sind bei allen Reformschritten des letzten Jahres so weit gegangen, dass wir der Meinung sind, wir haben das Notwendige getan", sagte Scholz der Berliner Zeitung.

"Es waren nicht nur erste Schritte, denen 2004 oder 2005 weitere folgen müssten." Nun sei die Zeit gekommen, an den zweiten Teil der Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) heranzugehen: Die Investitionen in Forschung, Bildung und Familienpolitik. (...)
Natürlich waren die Zahlen, die sie sich angesehen haben, nicht Arbeitslosigkeit, Lohnnebenkosten, Staatsdefizit oder Wachstum, sondern allein die Umfragewerte der SPD. Und 24% bedeuten halt ganz klar: Genug reformiert ! Basta !!

Das es bis jetzt nur Notsparmassnahmen auf Kosten von Steuer- und Beitragszahlern anstelle von heiss ersehnten echten Reformen gegeben hat, spielt dabei wohl genau so wenig eine Rolle, wie die Tatsache, dass alles vor ein paar Wochen noch ganz anders klang. Damals war für Rotgrün glasklar, dass dieses Jahr die wirklich grossen Veränderungen bringen wird. Oder wurde das 2002 für 2003 versprochen ?

Hmm, langsam komme ich echt durcheinander...

Naja, wie auch immer - klar ist auf jeden Fall eines: dieses Jahr finden 14 Wahlen statt und die wollen gewonnen werden ! Da müssen die Interessen von 80 Millionen Bundesbürgern leider ein wenig zurückstehen. Sorry Folks, geht halt nicht anders...

Das aber gerade diese Mut- und Konzeptlosigkeit es ist, die die SPD immer weiter abstürzen lässt, scheint sich bei den Genossen in Berlin noch nicht rumgesprochen zu haben.

Eigentlich schade, denn mit einer kompetenten, entschlossenen Politik die gute Ergebnisse produziert, ist es für eine Regierung doch immer noch am einfachsten Wahlen zu gewinnen.

Aber das ist sicher etwas zu naiv gedacht. Denn wenn sowohl Kompetenz als auch Entschlossenheit fehlen, dann wird es auch mit den guten Ergebnissen schwierig... leicht einzusehen...

Tja, dann ist es vielleicht doch besser statt echten Reformen und Veränderungen lieber Pseudo-Innovationen und schöne Worte zu präsentieren...

...und wer weiss: vielleicht glaubt es ja doch noch jemand !
:: Bjoern @ 09:57 | Link ::

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